Wilhelm und Corona

Eigentlich, ja eigentlich, hätten wir bereits im Juni 2020 die Premiere auf dem Wilhelmplatz gefeiert. Aber eigentlich ist nichts wie es eigentlich ist. Daher geben wir hier Einblick in die Proben, machen Interviews mit unseren Darstellenden und suchen Dich als Unterstützerin für unser Projekt.
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Wir werden in 2020 eine kleine Premiere unter Einhaltung der Hygiene Vorschriften spielen und hoffen in 2021 dann Wilhelm. Das Erste. für alle möglich zu machen.


WILHELM 
DAS FESTIVAL

Umsonst. Draußen. Für alle.

 

Mitten im Kölner Stadtteil Nippes ist der Wilhelmplatz. Ein Platz voller Leben, findet doch hier von Montag bis Samstag immer Markt statt. Ein Platz, der die Vielfalt dieses Kölner Viertels mit seinen Menschen unterschiedlichster Herkünfte und Biographien widerspiegelt. 

 

Auf diesem Platz befindet sich eine Trafoüberbauung, die im Volksmund "Tadsch Mahal" gennant wird.
Mit ihren Stufen bietet diese Überbauung eine Bühne. Einfach So. Diese Bühne hat ein Ensemble aus Darstellenden 2018 zum ersten Mal zum theatralen Raum gemacht. Wer zuschauen mochte, schaute zu - wer nicht, ging weiter. Keine Technik, kein Licht nur ein Stück. 
Bei sechs Vorstellungen fanden sich im Schnitt fast 400 Zuschauende. Danach war klar, ein neuer Theaterraum ist entstanden und der Grundstein für "Wilhelm. Das Festival." war gelegt!

KATZEL
MACHER
 

Mit diesem Stück, von RW Fassbinder, inszeniert von Klaus Prangenberg, ging es los. Ein Stück über Ausgrenzung, ein Stück über Vorurteile, Gewalt und Rassismus. Mitten in einem multi-ethnisch geprägten Stadtteil.
Doris Plenert erinnert sich:
"In den fast 40 Jahren meines Theaterlebens gab es ein paar besondere Highlights. 

Eine davon war „Katzelmacher“ von Fassbinder vor zwei Jahren auf dem Wilhelmplatz in Nippes. 

Diese Aufführung war anders als viele andere. Hier kam das Theater zu den Menschen, auch zu Menschen, die sonst vielleicht nicht ins Theater gehen.

Der Kontakt zu den Zuschauern, die ja hätten gehen können, wenn es ihnen nicht gefallen hätte – denn es kostete ja keinen Eintritt – war besonders, sie blieben wie gebannt bis zum Schluss.

Es war eher eine gemeinsame Feier der Leute aus Nippes, denn eine Theateraufführung. 

Noch Stunden danach saßen die Zuschauer zusammen mit uns Schauspielern auf dem Platz zusammen und redeten miteinander, man lernte völlig fremde Menschen kennen."